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Fertigungstechnologien für Composite-Bauteile


Beschreibung

Faserverbundwerkstoffe können einen wesentlichen Beitrag zur Reduzierung der Fahrzeuggewichte leisten. Besonders wird dies im Motorsport demonstriert, wo die Rennwagen der Formel 1 trotz niedrigstem Gewicht immensen statischen und dynamischen Belastungen widerstehen. Ihr enormes Potential zur Gewichtsreduzierung gewinnen die Verbundwerkstoffe durch die Zusammensetzung aus Fasern und Matrix geringen Gewichts und der Möglichkeit das Material in den Bauteilen belastungsgerecht anzuordnen. Dieses Potential erschließt sich aber nur, wenn es gelingt ein Bauteil mit dem vorgesehenen Aufbau zu fertigen. Hierfür steht heute eine Vielzahl von Fertigungsverfahren, für verschiedenste Werkstoffkombinationen, die gewünschten Faseranordnungen und die geplanten Stückzahlen zur Verfügung. Ingenieure die sich mit Auslegung und Entwurf von Composite Bauteilen befassen, benötigen ein tiefes Verständnis der möglichen Fertigungsverfahren um die Strukturen belastungs- und fertigungsgerecht zu konstruieren. Im Seminar wird anhand von Beispielen aus der Praxis zunächst ein grundlegendes Verständnis für die Aufgabenstellungen geschaffen. Die theoretischen und praktischen Grundlagen werden vermittelt und erarbeitet. Das Erlernte wird nachfolgend an praxisnahen Beispielen angewandt (z.B. Entwicklung von Preformkonzepten an realen Bauteilen, Entwicklung von Infusionskonzepten; Berechnung von Faserwinkeln und Flächengewichten von Preforms; Berechnung von Faservolumengehalt im Bauteil,...).

Wer sollte teilnehmen?

Das Seminar wendet sich insbesondere an Ingenieure und Techniker in den Entwicklungsbereichen von Automobilherstellern, Zulieferern und Dienstleistern, die sich mit der Entwicklung von Composite Bauteilen befassen.

Ziele

Nach der Teilnahme am Seminar "Fertigungsverfahren für Composite Bauteile" sind die Teilnehmer in der Lage, Fertigungskonzepte für Bauteile aufzustellen und zu bewerten. Die Teilnehmer können nach Vorgabe von Randbedingungen wie Stückzahlen, Geometrien und Toleranzen sowie Materialien und Kosten beurteilen, welches Fertigungsverfahren für das Bauteil geeignet ist. Sie sind in der Lage prozessbedingte Randbedingungen zu differenzieren und somit die Gestaltung eines Bauteils der Fertigungstechnologie (Gestaltung der Geometrie, des Lagenaufbaus, etc.) anzupassen. Dabei wird die Fertigungskette für Endlosfaserverbundbauteile ganzheitlich betrachtet, mit Schwerpunkt auf Preform-, Infusions-, und Thermoplastverarbeitungsverfahren.

Inhalte

  • Grundlagen der Faserverbundwerkstoffe
  • Einteilung der Herstellungsverfahren
  • Textile Halbzeuge; Preforming mittels Textil- und Bindertechnologie; Flechten
  • Tapelegen mit imprägnierten und bebinderten Halbzeugen; Wickeln
  • Prepreg/Autoklavtechnologie; Infusionstechnologien (RTM, RIFT)
  • Formen und Werkzeuge
  • Fügeverfahren
  • Nachbearbeitung und Oberflächenbehandlung

Referenten

Dr. Elisabeth Ladstätter
Technische Universität München

Ladstätter Dr. Elisabeth Ladstätter ist stellvertretende Leiterin des Lehrstuhls für Carbon Composites an der TU München. Dr. Ladstätter hält ein Diplom für Kunststofftechnik der Montanuniversität Leoben und promovierte ebendort im Bereich des Langzeitverhaltens von Faserverbundwerkstoffen. Nach ihrem Studium arbeitete sie in der Automobilzulieferindustrie als Assistentin der Produktionsleitung und wechselte dann in die Forschungs- und Entwicklungsabteilung eines Luftfahrtzulieferunternehmens. Zuletzt zeichnete sie verantwortlich für alle F&E-Forschungsaktivitäten und alle Zulassungsaktivitäten im Bereich Material u. Prozesstechnologie. Seit Juni 2009 ist sie als Stellvertreterin des Professors in unterschiedlichen Bereichen, ua. auch für die Lehraktivitäten, am Lehrstuhl für Carbon Composites tätig.

Termine & Orte

Keine Termine vorhanden

Inhouse Kurs

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Ihr Ansprechparter

Dr. Dirk Ulrich
Tel.: 06023 - 96 40 - 66
E-Mail: dirk.ulrich@carhs.de

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