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Virtuelle Typprüfung für die Fahrzeughomologation


Beschreibung

Bei den meisten heutigen Typzulassungsverfahren im Bereich der Fahrzeugsicherheit kommen Testprozeduren zum Einsatz, die auf Versuchen mit physischen Prototypen basieren. Für ausgewählte Regelungen besteht inzwischen auch die Möglichkeit stattdessen die Typprüfung mit virtuellen Fahrzeugmodellen durchzuführen. Dies bietet zum einen den Vorteil der Kostenersparnis, vor allem aber eine höhere zeitliche Flexibilität des gesamten Zulassungsprozesses. Dieses Seminar gibt einen Überblick über den aktuellen Stand bezüglich der Möglichkeiten virtueller Typzulassungsverfahren. Es wird darauf eingegangen, für welche Regelungen der Einsatz virtueller Prüfverfahren grundsätzlich möglich ist. Anhand von konkreten Fallbeispielen wird gezeigt, dass virtuelle Prüfverfahren bereits erfolgreich angewendet werden. Für einige dieser Beispiele wird im Detail die notwendige Vorgehensweise dargestellt. Für einige weitere Regelungen ist virtuelles Testen für die Fahrzeughomologation ebenfalls grundsätzlich denkbar. Aufgrund der Komplexität der Modelle und Testprozeduren sind jedoch bis zur tatsächlichen Anwendung noch offene Fragen zu klären. In diesem Seminar wird auf den aktuellen Stand der Diskussion hierzu eingegangen. Dazu werden insbesondere Ergebnisse aus dem vor kurzem abgeschlossenen EU-Projekt IMVITER gezeigt. Weiterhin wird der aktuelle Stand internationaler Forschungsgremien zum Thema virtuelles Testen vorgestellt.

Wer sollte teilnehmen?

Das Seminar richtet sich an Entscheidungsträger, Projektleiter und Entwicklungsingenieure aus der Automobilindustrie, die sich einen Überblick über die Möglichkeiten der virtuellen Typzulassung verschaffen möchten. Weiterhin ist das Seminar auch interessant für Berechnungsingenieure der Fahrzeugindustrie, die die Anforderungen an Validierungsmethoden für Simulationsmodelle kennenlernen möchten, die in einem virtuellen Zulassungsverfahren zum Einsatz kommen sollen. Auch alle Experten der Fahrzeugindustrie und Technischer Dienste, deren Aufgabenbereich, die Fahrzeughomologation umfasst, können sich über die neusten Entwicklungen virtueller Typzulassungsverfahren informieren.

Ziele

Das Seminar gibt einen umfassenden Überblick über den aktuellen Stand zu den Anwendungsmöglichkeiten virtueller Typzulassungsverfahren. Der Teilnehmer ist nach dem Seminar in der Lage zu entscheiden, ob virtuelle Zulassungsverfahren für seinen konkreten Arbeitsbereich anwendbar sind, bzw. welche offenen Fragen bis zu einem möglichen Einsatz virtueller Prüfverfahren noch zu klären sind.

Inhalte

  • Einführung in das Thema virtuelles Testen für die Typprüfung
    • Motivation
    • Rechtliche Grundlagen und Richtlinien
  • Konkrete detaillierte Beispiele von Regelungen, die bereits heute virtuell abgeprüft werden können
    • Geometrische Anforderungen (z.B. Sichtfeld, Radabdeckung)
    • Festigkeitsnachweise (z.B. Abschleppeinrichtung, Unterfahrschutz)
  • Stand der internationalen Arbeitsgruppen zum virtuellen Testen
    • ISO WG4
    • EEVC WG22
  • Erkenntnisse aus dem EU-Projekt IMVITER (Implementation of Virtual Testing in Safety Regulations)
    • Erweiterte Validierungsmethoden
    • Anwendungsbeispiel Fußgängerschutz Kopfanprall
    • Kosten-Nutzen-Betrachtungen

Referenten

Dr.-Ing. Andre Eggers
BASt - Bundesanstalt für Straßenwesen

Eggers Dr. Eggers studierte Maschinenbau an der Technischen Universität Hamburg-Harburg sowie Biomedical Engineering an der Wayne State University. 2013 schloss er seine Promotion an der Technischen Universität Berlin ab. Er ist seit 2006 als wissenschaftlicher Mitarbeiter der Bundesanstalt für Strassenwesen, Bergisch Gladbach beschäftigt. Hier ist er verantwortlich für die Bereiche Biomechanik, Evaluierung neuer Dummies und Menschmodelle. Er ist deutscher Vertreter in den EEVC Gremien WG12 "Biomechanics" und WG22 "Virtual Testing". Im EU-Projekt IMVITER (Implementation of Virtual Testing in Safety Regulations) leitete er das Arbeitspaket 3 "Proposal for a Virtual Testing based Homologation Procedure".

Termine & Orte

Keine Termine vorhanden

Inhouse Kurs

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Ihr Ansprechparter

Dr. Dirk Ulrich
Tel.: 06023 - 96 40 - 66
E-Mail: dirk.ulrich@carhs.de

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