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Sicherheit von Nutzfahrzeugen


Beschreibung

Die Transportleistung im Güterverkehr ist innerhalb von 15 Jahren um über 50 % gestiegen. Ein Ende dieser Tendenz ist nicht abzusehen. Prognosen gehen davon aus, dass in den nächsten 10 Jahren ein Anstieg um bis zu 80 % zu verzeichnen sein wird. Damit einhergehend rückt die Fahrzeugsicherheit bei Nutzfahrzeugen seit einigen Jahren zunehmend in den Fokus und es sind bereits erste Erfolge zu verzeichnen. So ist die Anzahl der Unfallopfer bei Unfällen mit schweren Nutzfahrzeugen seit der Jahrtausendwende um etwa 35 % gesunken. Mit aktuellen Anpassungen in der europäischen Gesetzgebung zur aktiven und passiven Nutzfahrzeugsicherheit gehen auch Entwicklungsanforderungen einher, die weit über das bisherige Maß hinausgehen. Ein wesentlicher Schritt zur Verbesserung der aktiven Sicherheit ist beispielsweise die Verabschiedung der UN Regulierungen UN R130 und UN R131, welche die Einführung von autonomen Notbremssystemen (Adavanced Emergency Braking Systems, AEBS) und Spurverlassenswarnern (Lane Departure Warning, LDW) seit 1. November 2015 für alle schweren Nutzfahrzeuge vorschreibt. Beide Systeme haben ein großes Potenzial zur Vermeidung von Auffahr-, Gegenverkehrs- und Überschlagsunfällen oder aber zumindest zur Minderung von Unfallfolgen. Derzeit laufen Aktivitäten zur weiteren Verschärfung der UN R131 und zur Einführung einer Regulierung zum Abbiegeassistenten. Große Bedeutung im Hinblick auf die Nutzfahrzeugsicherheit kommt aber nach wie vor der Gestaltung von direkten und indirekten Sichtfeldern (z. B. auch über Kameras), der Fahrerhausstruktur, der Ladungssicherung sowie den Unterfahrschutzsystemen zu. In diesem Kontext kommt unter anderem der Regulierung UN R29 zum Crashverhalten der Fahrerhausstruktur sowie der UN R58.03 zum hinteren Unterfahrschutz eine zentrale Bedeutung zu.

Wer sollte teilnehmen?

Das Seminar richtet sich an Spezialisten und Sachverständige aus dem Pkw- und Nutzfahrzeugbereich, Ingenieure und Techniker aus Berechnung und Versuch, Projektingenieure und Manager, die sich einen Überblick über die Anforderungen und technologische Lösungsansätze zur Entwicklung von sicherheitsrelevanten Systemen für Nutzfahrzeuge und die daraus resultierenden Schlussfolgerungen an die Kompatibilität zu anderen Verkehrsteilnehmern verschaffen wollen.

Ziele

In diesem Seminar erhalten Sie zunächst einen Überblick über die Anforderungen und Vorschriften von verschiedenen Fahrzeugklassen und -typen im Nutzfahrzeugbereich. Es erfolgt eine Betrachtung von heutigen gesetzlichen Vorgaben auf den Gebieten der passiven und insbesondere der aktiven Fahrzeugsicherheit. Basierend auf dem Anforderungsprofil werden jeweils der aktuelle Stand der Technik sowie aktuelle Entwicklungstendenzen aufgezeigt.

Inhalte

  • Anforderungen an die Nutzfahrzeugentwicklung
    • Fahrzeugklassen und -typen bei Nutzfahrzeugen
    • Aufbau von schweren Nutzfahrzeugen
    • Treiber in der Entwicklung von Nutzfahrzeugen
    • Maßnahmen der Fahrzeugsicherheit
  • Passive Sicherheit
    • Überblick über Gesetze und Prüfverfahren zur passiven Nutzfahrzeugsicherheit
    • Auswirkung der Regelungen auf die Fahrzeuggestaltung
    • Technologische Umsetzbarkeit
    • Schutzpotenzial und Grenzen der Maßnahmen zur passiven Sicherheit
  • Aktive Sicherheit
    • Überblick über Gesetze und Prüfverfahren zur aktiven Nutzfahrzeugsicherheit
    • Auswirkung der Regelungen auf die Fahrzeuggestaltung
    • Technologische Umsetzbarkeit
    • Schutzpotenzial und Grenzen der Maßnahmen zur aktiven Sicherheit
  • Entwicklungsstrategien
    • Energiemanagement
    • Strukturgestaltung für die passive Sicherheit
    • Kompatibilitätsbetrachtungen
    • Lösungsansätze für Zielkonflikte
    • Simulation und Berechnung von Fahrvorgängen in der aktiven Sicherheit

Referenten

Prof. Dr.-Ing. Harald Bachem
Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften

Bachem Professor Harald Bachem verantwortet an der Ostfalia - Hochschule für angewandte Wissenschaften seit 2011 das Lehr- und Forschungsgebiet Fahrzeugsicherheit. Vor seiner Tätigkeit an der Hochschule war er in verschiedenen leitenden Funktionen in der Industrie verantwortlich für Entwicklungs- und Erprobungsumfänge auf dem Gebiet Fahrzeugsicherheit. Zuletzt war er bei der MAN Truck & Bus AG Entwicklungsleiter für die Fahrerhauskarosserie. Prof. Bachem ist Vorstandsvorsitzender im VDI Braunschweiger Bezirksverein e. V. und im des Wolfsburger Institut für Forschung, Entwicklung und Technologietransfer e. V.

Termine & Orte

Datum Sprache Preis Code
24.10.2019 English 790 EUR  (940 EUR ab 27.09.2019 ) 3300
Ort  
Alzenau (carhs.training gmbh, Siemensstraße 12, 63755 Alzenau) » Anmelden
Referent  
Prof. Dr.-Ing. Harald Bachem (Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften)
 
Kurszeiten  
Donnerstag 09:00 - 17:00 Uhr

Inhouse Kurs

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Ihr Ansprechparter

Dr. Dirk Ulrich
Tel.: 06023 - 96 40 - 66
E-Mail: dirk.ulrich@carhs.de

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